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Claudius

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Claudius Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Kaiser Claudius (41-54). Weiteres siehe: Claudius (Begriffsklärung)


Claudius Beschreibung
Claudius Beschreibung
Claudius

Tiberius Claudius Drusus Germanicus (10 v. Chr. - 54 n. Chr., römischer Kaiser zwischen 41 und 54 n. Chr.) war Enkel von Augustus Frau Livia, Neffe des Tiberius und Bruder des Germanicus.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Abitur-Wissen Geschichte: Abitur-Wissen Geschichte. Die Weimarer Republik. (Lernmaterialien) Super für das schnelle Lernen Also ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich in dem Colloquium als Schwerpunktthema "Weimarer Außenpolitik" gewählt habe. . . Die Gliederung des Buches erleichtert das schnelle Lernen und ein Vorteil gegenüber den Stoff den man in der Schule lernt: Alles ist chronologisch zusammengefasst. . . In dieser chronologischen...

Äußeres und Lebensstil

Claudius litt Zeit seines Lebens an diversen mehr oder minder schweren Behinderungen: Sueton schreibt, dass Claudius hinkte und stotterte. Bei Zorn tropfte seine Nase, Schaum bildete sich vor seinem Mund und sein Kopf begann zu zittern. Zusätzlich litt er häufig an Magenschmerzen, die ab und zu so stark waren, dass sie ihn an Selbsttötung denken ließen. Darob musste Claudius häufig Spott und Verachtung erfahren; so genannte seine eigene Großmutter ihn sogar als "Ungeheuer", und selbst als Konsul trieben seine Zeitgenossen so manchen bösen Scherz mit ihm. Als Reaktion darauf flüchtete er sich in den Alkohol und das Würfelspiel. Auch von zahlreichen sexuellen Ausschweifungen wird berichtet.

Gleichzeitig aber erreichte Claudius größte Anerkennung in den Wissenschaften: Vor allem als Historiker wusste er zu glänzen. Er schrieb Bücher über etruskische und karthagische Geschichte sowie eine Autobiographie. Dies führte sogar soweit, dass anerkannte Schriftsteller wie Plinius ihn zu den 100 besten Schriftstellern zählten, und Livius lobte seine historischen Werke über alle Maßen.

Buch-Tipp: Apocolocyntosis. Die Verkürbissung des Kaisers Claudius. Lateinisch - Deutsch. köstliche Spottsatire! Hab mir das Buch aus Neugier bestellt, weil der Inhalt interessant erschien - ich habe es nicht bereut! Der Stil ist zwar typisch Antike und nicht mit heute vergleichbar, aber dafür strotzt er vor beißendem Spott. Zu dem Glück gibt es an vielen Stellen Erläuterungen, sonst würde der Hintergrund und die Bedeutung vieler Bilder...

Karriere

Claudius wurde am 1.08 10 v. Chr. in Lugdunum, heute Lyon, als jüngster Sohn von Nero Drusus, dem Bruder des Tiberius, geboren. Obwohl er somit Mitglied der mächtigsten und vornehmsten römischen Familie war, wollten seine Eltern offenbar aufgrund seiner Behinderungen nie, dass er in die Politik ging. Erst Claudius' Neffe Caligula erkannte, dass Claudius dennoch einen scharfen Verstand besaß und erhob ihn zunächst zu dem Senator und dann zu dem Konsul.

Nach dem Mord an Caligula brachen in ganz Rom allgemeine Unruhen aus; als Reaktion auf die Ausschweifungen und Tyrannei des Caligula erwog der Senat sogar, die Republik wieder einzuführen. Als diese Nachricht die Runde machte, wurden die Prätorianer von Verzweiflung gepackt, da die Abschaffung der Monarchie zweifelsohne auch die Abschaffung der Prätorianer bedeutet hätte. Als Claudius, der sich aus Furcht vor den Unruhen in dem kaiserlichen Palast hinter einem Vorhang versteckt hielt, von einem Soldaten entdeckt wurde, erkannten die Prätorianer die Gelegenheit und riefen Claudius zu dem Kaiser aus. Der Senat versuchte zwar noch, diese Entwicklung aufzuhalten, musste sich letztendlich aber doch fügen. Am 24.01 41 wurde er inthronisiert.

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Herrschaft

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Außenpolitik

Unter Claudius fanden die einzigen wirklichen Gebietserweiterungen des 1. Jahrhunderts statt. Claudius ernannte Thrakien, Noricum, Mauretanien und Lykien zu Provinzen. Den größten Erfolg fuhr Claudius jedoch mit seiner Eroberung Britanniens ein. Bereits 40 schmiedete Caligula diesbezüglich Pläne, realisierte sie jedoch nie. Erst sein Nachfolger Claudius gab 43 den Befehl zu dem Angriff. Nachdem Aulus Plautius, Oberbefehlshaber der eingesetzten Legionen, erfolgreich übergesetzt war und einen Brückenkopf errichtet hatte, kam Claudius selbst nach Britannien und blieb dort für 16 Tage, was sein Ansehen bei den Legionären gewaltig steigerte. 44 dann konnte er einen anlässlich der fertiggestellten Eroberung Britanniens (damals Süd- und Mittelengland) einen gewaltigen Triumphzug feiern.

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Innenpolitik

Claudius Beschreibung
Claudius Beschreibung
Claudius

Ein großes Problem des Claudius war die stets wieder stockende Versorgung der Hauptstadt mit Getreide. Den Höhepunkt fand diese Entwicklung, als 51 Claudius auf dem Forum von den Prätorianern vor der hungrigen Menge abgeschirmt werden musste. Um dieses Problem zu lösen, ordnete er unter anderem die Trockenlegung des Fuciner Sees an, um Ackerland zu gewinnen. Das Projekt scheiterte jedoch. Auch errichtete er einen neuen, riesigen Getreidehafen, Portus genannt, bei Ostia.

Zeitlebens litt Claudius unter dem Problem, dass er seinen Frauen und Freigelassenen einen viel zu großen Einfluss auf seine Politik einräumte. So besetzte er so wichtige Posten wie den des Kanzleiverwalters und des Finanzministers mit Freigelassenen. Dennoch scheinen die wichtigsten Impulse zusätzlich vom Kaiser selbst ausgegangen zu sein.

Zusätzlich zentralisierte Claudius die gesamte Verwaltung und versuchte immer, den Senat zu schwächen; so führte er das Amt des Zensors wieder ein, welches er kurzzeitig sogar selbst ausübte. Auch öffnete er den Senat verstärkt für Provinziale - bevorzugt aus Gallien - und bewirkte somit eine verstärkte Fremdenfeindlichkeit in Rom.

Auch begeisterte Claudius sich zunehmend für die Rechtsprechung. Dies wurde fast zu einer Manie bei ihm, da er bisweilen täglich mehrere Stunden selber richtete. Da seine Urteile jedoch nie berechenbar waren, trug das zu seiner Popularität nicht unbedingt bei, wenngleich er es schaffte, das Recht zu flexibilisieren.

Auch Spiele wurden von Claudius häufig abgehalten. Dadurch erlangte er jedoch den zweifelhaften Ruf, von ganz besonderer Grausamkeit zu sein und sich an dem Gesichtsausdruck sterbender Gladiatoren zu erfreuen. Da er zusätzlich es nicht lassen konnte, ständig morbide Witze zu reißen, machte ihn das beinahe verhasst.

Buch-Tipp: Das Enneagramm. Die 9 Gesichter der Seele Stets noch ohne Konkurrenz! Viele Jahre arbeite ich bereits mit dem Enneagramm. Nach vielen anderen Typologien und dem Versuch, in dem Umgang mit Mitmenschen Strukturen erkennen und beschreiben zu können, die hilreich sind, habe ich in dem Enneagrammbuch von Richard Rohr und Andreas Ebert ein Buch gefunden, dass noch heute einen Ehrenplatz in dem Regal hat....

Paranoia und Intrigen

Claudius war von großer Paranoia gekennzeichnet; so ließ er jeden, der ihm begegnete, zuvor peinlichst exakt auf Waffen durchsuchen. Dennoch wurden mehrere Male Anschläge auf ihn ausgeübt, wenngleich sie nie erfolgreich waren. Claudius reagierte darauf unbarmherzig, und obwohl er zu Beginn seiner Herrschaft versprochen hatte, die Hochverratsprozesse seines Vorgängers abzuschaffen, zogen seine Racheakte bald blutige Kreise. Vor allem Senatoren und andere Adlige, die verdächtigt wurden, einen Umsturz unterstützt zu haben, wurden hingerichtet. Jedoch waren diese nicht selten Opfer von Claudius' Frauen und Freigelassenen, die sich auf diese Weise Gegner und andere unliebsame Personen vom Hals schafften.

Nach zwei erfolglosen Verlobungen und zwei Scheidungen heiratete Claudius in dem Jahre 38 schließlich Valeria Messalina. Nachdem diese ihm 41 einen Thronfolger geboren hatte, fühlte sie sich abgesichert gegen alle Angriffe von außen und begann, ihre neu erlangte Macht skrupellos auszunutzen. Durch zahlreiche Denunziationen ihr unliebsamer Personen kamen viele ums Leben, wodurch sie sich verhasst und gefürchtet machte. Doch auch durch unzählige Affären machte sie sich bekannt, wobei ihr kaiserlicher Gemahl jedoch immer darüber hinwegsah. Erst 48 war sie zu weit gegangen, als sie während einer Opferreise des Claudius kurzerhand Silius, einen bekannten Feldherrensohn, heiratete. Claudius, der einen Staatsstreich fürchtete, flüchtete sich in das Prätorianerlager. Silius wurde hingerichtet, und Messalina wurde von den Prätorianern umgebracht, da diese einen Gnadenakt des Claudius befürchteten. 49 heiratete Claudius wieder; diesmal war es seine Nichte Agrippina, die er mit einer senatorischen Sondererlaubnis ehelichte.

Buch-Tipp: Das Herz der 6. Armee Stalingrad aus der Sicht des einfachen Soldaten Die meisten Bücher über Stalingrad sind Bücher über die Schlacht ans ich, über die Generäle, Truppen etc. Ca. wenige schildern die Schlacht aus Sicht der einfachen Soldaten, und wenn, dann meistens ca. Bruchstückhaft. Konsalik gehört normalerweise nicht zu meinen Autoren, die ich gerne lese...

Ermordung

Diese seine vierte Ehefrau entpuppte sich jedoch als genauso verschlagen und grausam wie Messalina. Sie verfolgte skrupellos die Absicht, ihren Sohn aus erster Ehe zu dem Kaiser zu machen. Als die Prätorianer ihren Unmut über dessen Bevorzugung kundtaten, ließ Agrippina die beiden Prätorianerpräfekten kurzerhand umbringen. Schließlich gab Claudius nach und adoptierte Agrippinas Sohn unter dem Namen Nero. Nun gab es für Agrippina ca. noch ein einziges Hindernis, nämlich Claudius selbst. Laut Sueton verabreichte sie ihm am 12.10 54 einen vergifteten Pilz. Claudius, der Feinschmecker, nahm ihn natürlich gerne zu sich. Es zeigte sich jedoch, dass die Dosierung des Giftes zu niedrig angesetzt war; anstelle zu sterben litt Claudius ca. an ensetzlichem Durchfall. Panisch geworden, zwang Agrippina nun den kaiserlichen Leibarzt Gaius Stertinius Xenophon, Claudius noch einmal Gift zuzuführen. Diesmal war es genug; Claudius starb in der Nacht zu dem 13.10. Nero wurde sein Nachfolger.

In seinem Werk Apocolocyntosis (lateinisch: die Kürbiswerdung) macht sich Seneca schon zu Lebzeiten in einer satirischen Form über Kaiser Claudius und dessen Selbstvergöttlichung lustig. Das Werk wird heute frei übersetzt mit "Die Verkürbissung eines Kaisers".

Robert Ranke-Graves setzte ihm mit Ich Claudius, Kaiser und Gott ein literarisches Denkmal.* siehe auch Portal Rom und Themenliste Rom

Buch-Tipp: Das Kindergesangbuch Besser als das "offizielle" Gesangbuch Insgesamt 220, fast ausschließlich neue, religiöse Lieder weist das Kindergesangbuch aus dem Claudius Verlag auf. Zu den Liedern sind jeweils die Noten und die Gitarrenakkorde angegeben. Es ist inhaltlich gegliedert in:Der TageslaufDer JahreslaufLebenslaufLauf der WeltGottesdienst feiernDazu gibt es kindgerechte...

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